Ab 1994 wurde die schwere Baureihe F 90 durch die Baureihe F 2000 (erkennbar z. B. an den geänderten – nun vier einzelnen Scheinwerfern, der neuen Frontschürze sowie einem neuen Endtopf) – ab 1998 „F 2000 E“ (Evolution, äußerlich am Fehlen des Chromrahmens um die Kühlermaske erkennbar) – ersetzt.

Im F 2000 E wurde erstmals auch neue Technik getestet (Bordcomputer), die im Nachfolgemodell TGA Standard war.

Die mittelschwere Reihe M 90 fand ihren Nachfolger ab 1996 in der Baureihe M 2000, ab Baujahr 2000 als „ME 2000“, wobei der Kunde zwischen einem Fahrerhaus der schweren und der leichten Klasse wählen konnte.

Bis zum Produktionsende 2007 wurden im MAN-Werk Steyr die Fahrzeuge LE 2000 und ME 2000 gefertigt. (Quelle: Wikipedia)

 

Hier entstand für einen Bekannten ein MAN F2000 6x2 mit lift- und lenkbarer Vorlaufachse.

Im April 2017 wurde mit diesem Projekt begonnen, immer so wie Geld und Lust vorhanden war,  wurde hier weiter gemacht.

 

Wie auf den Bildern zu sehen ist, entstand dieses Fahrzeug komplett in Eigenbau, es gibt weder einen Bausatz, noch fertige Komponenten.

Das Fahrerhaus ist von BAM Modellbau und wurde aus Resin gefertigt, das passende Hochdach und die Spoiler ebenfalls. Das Hochdach musste noch ans Fahrerhaus angepasst werden.

Achsen, Reifen, Felgen, Kotflügel und diverses Kleinzeug kam von RS-Modellbau.

Anbauteile wie Tank und Rahmenlaufsteg kommen von TH-Truckmodellbouw aus Holland und sind 3D- Druckteile.

Inneneinrichtung, Stoßstange vorne und diverse Anbauteile sind ebenfalls 3D- Druckteile und stammen von Shapeways.

Die Scheinwerfer und einige andere Teile wurden selbst hergestellt.

 

Als erstes haben wir im Internet nach Rahmenzeichnungen gesucht, um die Achsabstände festzulegen, dann wurde der Rahmen gebohrt und die Achsen zusammengebaut und an den Rahmen geschraubt.

Danach wurde das Fahrerhaus angepasst, Halterungen gebaut und diese an den Rahmen geschraubt.

Das Fahrerhaus wurde steckbar mit dem Rahmen verbunden.

Die vordere Stoßstange wurde an den Aufstiegen etwas gekürzt und ebenfalls an den Rahmen geschraubt. Dann waren die hinteren Teile der vorderen Kotflügel an der Reihe.

Kurzerhand Halter gebaut und die Teile an den Rahmen geschraubt.

Als nächstes standen die hinteren Kotflügel und die Sattelplatte auf dem Programm.

Anbauteile wie Tank, Auspuff, Batteriekasten, Spoilerpaket usw. standen als nächstes auf dem Plan.

Darauf folgten dann der Boden vom Fahrerhaus mit Sitzen und Armaturenbrett und das Akkufach.

Jetzt kam der schwierigste Teil, die Frontscheinwerfer, hier gibt es nichts zu kaufen und wir mussten diese in Eigenfertigung herstellen. Aus Polistyrolplatten wurden die Teile ausgeschnitten und miteinander verklebt, anschließend etwas verfeilt und geschliffen, kann sich das Ergebnis nun sehen lassen. Noch schnell die Rückleuchten montiert und schon ging es ans Lackieren.

Alle Teile wurden leicht mit 400er Schleifpapier angeschliffen und anschließend mit einem Lappen abgewischt, um dann mit Dupli Color Grundierung, grundiert zu werden.

Dann kamen mehrere Schichten Dupli Color Decklack und 2 Schichten Klarlack darüber.

Während die Teile trockneten wurde der Fahrerhausboden mit Stoff bezogen und eine Matratze für das Bett gebaut.

Anschließend ging es mit der Verkabelung und dem Einbau der elektrischen Komponenten weiter.

Als Fahrtenregler kommt ein S22 von Servonaut zum Einsatz, das Licht wird über einen ML4 Baustein, ebenfalls von Servonaut angesteuert. Die Zusatzfunktionen werden über einen Ps4a von der Firma Cti angesteuert. Die Steuerung ist eine Graupner MX20 Hott, welche uns beim programmieren vor diverse Rätsel gestellt hat, wir haben es aber trotzdem gemeistert.

 

Der Auflieger ist ein gebrauchter Tamiya Kühlauflieger, welcher zu unseren Zwecken umgebaut wurde. Der Auflieger wurde komplett zerlegt, umlackiert, wieder zusammen gebaut und von uns beschriftet. Die Heckstoßstange wurde getauscht und kommt von der Firma MD-Techshop aus Leonberg.

 

Die Bauzeit beträgt mit kleineren Pausen zwischendurch ca. 1,75 Jahre.